Individuelle Rentenlücke berechnen - so geht´s!

"Alle Arbeitnehmern mit weniger als 2500 Euro brutto im Monat droht ab 2030 eine Rente unter dem Grundsicherungsbedarf von 688 Euro. Jeder dritte ist betroffen" (Quelle 1). So sah vor einigen Jahren die Altersarmut-Prognose von unserer damaligen Arbeitsministerin Von der Leyen aus. Dass die Zahlen erschreckend sind, muss ich hier nicht nochmals extra betonen.

 

Ob die Prognose der Rentenschätzer so eintreten wird, kann ich ebenfalls nicht sagen. Klar scheint aber, dass Altersarmut zukünftig ein immer größeres Problem darstellt. In diesem Tutorial werde ich Schritt für Schritt anhand eines echten Beispiels erklären, ob es dem durchschnittlichen Bürger möglich sein wird, sorglos von einer ausreichenden Altersrente leben zu können oder ob die Altersarmut droht! Ich bin selbst schon auf die Antwort gespannt.

Wie viel Rente bekomme ich?

Zunächst einmal steht eine Bestandsaufnahme an. Die meisten Arbeitgeber (bis auf Beamte und Berufe mit eigenen Vorsorgewerken) zahlen aktuell 18,7% (Quelle 2) ihres Bruttolohns in die Rentenversicherung ein. Um herauszufinden, wie viel Rente man dafür später bekommt, wird einem einmal im Jahr ein Mitteilungsschreiben der Deutschen Rentenversicherung zugeschickt.

 

Aber Achtung: Die Summe, die im Rentenbescheid in dem Kästchen steht, ist nicht das, was du später einmal als Nettorente ausgezahlt bekommst. Stattdessen wird die Nettorendite ungefähr nur 60% diesen Wertes betragen (die genaue Auflistung der Abzüge siehst du in nächsten Absatz). Wenn du für dich deine individuelle Rentenlücke berechnen möchtest, dann errechne als ersten Schritt mit diesen Rentenlücken-Tool deine angenommene Nettorente (wenn möglich berechne das Ergebnis nach Rentenpunkte und nicht nach dem Gehalt). Der dabei errechnete Wert ist zudem kaufkraftbereinigt. Dies bedeutet, dass der errechnete Eurobetrag genau die gleiche Kaufkraft hat, was du heute von diesem erwerben könntest. Dies hat den enormen Vorteil, dass du keine zusätzlichen Berechnungen für die Inflation tätigen musst.

 

Und hättest du dieses Ergebnis für dich erwartet? 

Notier dir aus dieser Berechnung nur den Wert der ersten Nettorente (nicht von der Vorsorgelücke)!

Rentenlücke berechnen

                Quelle: BVI

Hallo, ich bin das Beispiel der Rentenberechnung

Als echten reellen Fall habe ich folgendes Szenario aus diesem Videobeitrag von "Plusminus" ausgesucht:

 

32 jährige Erzieherin mit zwei Kindern, die ein Einkommen von 2.700€ brutto, was 1.700€ netto entspricht, verdient. Sie arbeitet seit 10 Jahren vollzeit. In der Renteninformationsschreiben steht in dem Kästchen 1.333€ als geplante Rentenzahlung, sodass sie denkt, dass sie 75% ihres Nettogehalts im Alter zum Leben hat. Ein Rentenexperte in diesem Video errechnet aber, dass sie nur 970€ (nach heutiger Kaufkraft) bekommt. Für diese Differenz sind einmal Steuerabzüge (bis zu Minus 15%), Kranken- und Pflegebeiträge (10,4%) und die sogenannte Rentenminderung (Minus 12-18%) verantwortlich. Somit hat sie also eine Rentenlücke von 750€, die sie bis zum Rentenbeginn stopfen muss. In diesem Tutorial werde ich testen, ob es möglich sein wird, ihr ein finanziell sorgloses Renterleben zu ermöglichen.

 

Mit diesen Angaben aus dem Video habe ich nochmals selbst die Rentenberechnung im Video überprüft und komme auf eine Nettorendite von 882€ (nach heutiger Kauftraft). Da dieser Wert nicht sonderlich stark von oben errechneten Wert abweicht, vertraue ich den Angaben aus dem Video und werde mit diesen weiterrechnen. Hier ist nochmal das Video mit der Berechnung zu dem Fall!

 

Die ewige Frage nach der richtigen Inflationsberechnung

Eine ganz entscheidende Größe für sämtliche zukünftige Berechnungen, die wir in diesem Tutorial machen werden, ist die Vorhersage der durchschnittlichen zukünftigen Inflation. Die Inflationsrate sagt aus, wie viel Prozent das Geld durchschnittlich an Kaufkraft verliert. Dies bedeutet, dass Sachen, die aktuell 10€ kosten, in einigen Jahren dann beispielsweise 15€ kosten werden. Zuletzt konnte man das Inflationsgespenst gut bei Lebensmitteln beobachten, wo über Nacht viele Bäcker einen höheren Preis für ihre Brötchen verlangt haben. 

 

Ein großer Streitpunkt bei der Inflation ist, ob die offizielle Inflation oder die wahre/gefühlte Inflation für unsere Berechnungen die passendere ist. Die Inflation wird nämlich offiziell so berechnet, dass jedes Jahr immer der gleiche Warenkorb, den ein repräsentativer privater Haushalt in Deutschland braucht, gekauft wird und man schaut, um wie viel dieser im Vergleich zum Vorjahr mehr kostet. Diese offizielle Inflation betrug in den letzten Jahren immer so um die 2%. Mit dieser rechnet auch unser Rentenlücken-Tool.

 

In der anderen Ecke im Ring ist die wahre Inflation. Diese wird berechnent, indem man das Geldmengenwachstum abzüglich des Wirtschaftswachstum betrachtet. Diese lag im Schnitt in den letzten Jahren so um die 5%.  Hier sind nochmals die Werte der beiden Inflationen für die letzten Jahre gegenübergestellt. 

 

Tabelle der offiziellen und wahren Inflation

 

Wie du siehst, sind  sich selbst die Wirtschaftsexperten nicht einig, wie hoch die durchschnittliche Inflation eigentlich genau ist. Jedoch kann sich hiermit jeder selbst seine eigene persönliche Inflation für die letzten 7 Jahre ausrechnen: Einfach seine prozentualen Haushaltsausgaben eingeben und dann den Unterschied zwischen 2008 und 2015 durch 7 teilen. Ich persönliche werde für die zukünftigen Berechnungen einfach einen Mittelwert von 3,5% Inflation verwenden. Wer noch mehr über dieses kontroverse Thema lesen will, kann dies hier tun.

Wie viel Rente brauche ich denn eigentlich im Alter?

Wenn du in dem Rentenlückenrechner ein wenig herumliest, schreiben die Rentenschätzer, dass man noch 80% seiner jetzigen Ausgaben später als Rentner benötigen wird. Ich persönlich störe mich an solchen pauschalen Aussagen und das solltest du dich auch!

 

Stattdessen empfehle ich dir vielich, dich einmal hinzusetzen und dir zu überlegen, wie viel Geld du im Alter monatlich für dich zu Verfügung haben möchtest bzw. brauchst. 

Hier mal einige Fragen, über die man sich etwas mehr Gedanken machen sollte:

  • Wie werde ich wohnen: Wirst du bis zum Rentenalter weiterhin als Mieter in einer Wohnung wohnen oder planst du bis dahin ein Eigenheim zu besitzen? Falls du weiterhin als Mieter wohnen möchtest, wie groß soll dann die Wohnung sein?
  • Später wirst du mehr Geld für deine Gesundheit benötigen als akutell. Daher würde ich eine Pauschale von ca. 100€ oben draufpacken.

 

Nachdem du nun für dich errechnet hast, wie viel du später ungefähr im Alter benötigst, ziehst du von diesem Wert die erwartete Nettorente ab. Die Differenz ist nun die Vorsorgelücke, was du durch deine eigne private Altersvorsorge stemmen musst.

 

In meinem Beispiel kommt die Erzieherin auf Lebenshaltungskosten von 1.300€. Somit muss sie also soviel Geld zur Seite legen, dass sie sich zusätzlich jeden Monat 330€  (nach heutiger Kaufkraft) ausbezahlen kann.

 

Soviel Vermögen muss man also bis zum Rentenbeginn selbst aufbauen!

Nun muss du bei deinem errechneten Wert noch die Inflation berücksichtigen. Dieses machst, du nämlich mit folgendem Tool: Einfach deine berechnete oder überlegt Inflationsrate und die Jahre bis zu deinem geplanten Renteneintritt eingeben.

 

Beim Beispiel der Erzieherin sieht die Rechnung dann wie folgt aus: persönliche Rentenlücke von 350€, Inflation 3,5%, Jahre bis zur Rente 35.

 

Die Kaufkraft von heute 350€ muss mal bis dahin also 1.166,76€ bezahlen. 

 

Rentenlücke berechnen

Quelle: mit herzlichem Dank http://www.zinsen-berechnen.de/

Um nun das benötigte Vermögen zum Renteneintritt zu berechnen, gibt es Gott sei Dank wieder ein Rechentool dafür: Mit diesem Entnahmeplanrechner, wobei bei der Dynamik die Inflationsrate eingetragen wird.


Zuvor muss man sich nur noch Gedanken machen, wie lang man im Schnitt noch so zu leben hat. Wer sein persönliche Lebenserwartung für sich ausrechnen möchte, kann dies hier

Etwas generellere Werte lassen sich hier für Frauen und hier für Männer finden.


Altersarmut vermeiden - Lebenserwartung

Also nun hast du alles, was du benötigst, um deine wirklich individuelle Rentenlücke zu berechnen! Also setzt dich hin, damit du endlich einen möglichst klare Vorstellung davon bekommst, wie es um deine private Altersvorsorge gestellt ist.


Wie dies im Falle unserer Erzieherin aussieht kannst du hier sehen: erwartete Lebensalter von 78 Jahren, Inflation/Dynamik 3,5%, Zinssatz 4%.

Altersarmut vermeiden - Rentenlücke berechnen

Quelle: mit herzlichem Dank http://www.zinsen-berechnen.de/

So geht´s weiter!

Als Ergebnis müsste sie also 154.282,32€ bis zum Rentenbeginn sparen! Wird ihr das mit den entsprechenden Geldtipps möglich sein? Darauf gehe ich im nächsten Teil ein.

 

Wenn du nun denkst, dass du dich nochmals mit dem Thema Altersvorsorge und Rente auseinandersetzen solltest, damit dir später keine Altersarmut droht, dann melde dich bei mir. Ich helfe dir gerne weiter!

 

Hallo, ich bin Kilian! :-) Herzlich Willkommen hier auf meiner Seite "Finanzdurchblick - Finanzcoaching für junge Leute."

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Beliebteste Artikel:


Quelle 1: Welt abgerufen am 5.12.15: http://www.welt.de/politik/deutschland/article108932715/Von-der-Leyens-dramatische-Altersarmut-Prognose.html

Quelle 2: Deutsche Rentenversicherung abgerufen am 5.12.15: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/6_Wir_ueber_uns/02_Fakten_und_Zahlen/01_werte_der_rentenversicherung/werte_der_rv_node.html

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Kommentare: 10
  • #1

    Investment Amad€ (Freitag, 11 Dezember 2015 07:54)

    Hallo Kilian!
    Guter Beitrag! Jedoch schenke ich dem Rentensystem schon lange keinen glauben mehr. Ich gehe nicht davon aus, dass meine Generation jemals eine Rente ausbezahlt bekommen. Das heutige Pensionssystem ist schlicht und einfach veraltet.

    Da wir aber beide die finanzielle Freiheit als Ziel haben, kann uns das egal sein.

    MFG Philipp

  • #2

    Finanzdurchblick (Freitag, 11 Dezember 2015 08:03)

    Morgen Philipp,

    du denkst ja pessimistisch. Ich denke weiterhin, dass es zukünftig eine Rente geben wird, auch wenn sie dann häufig mehr oder weniger dem Grundsicherungsniveau entsprechen wird.
    Nimm mal das Tool und erreichen einfach für dich, was du so bekommen würdest.... Richtig viel ist das nicht mehr...

  • #3

    Dr. Jürgen Nawatzki (Montag, 21 Dezember 2015 09:37)

    Hallo Kilian,

    ein schöner Artikel, der den Bedarf einer privaten Zusatzrente deutlich macht. Dieses Thema ist auch eines meiner Themen, denn ich möchte gerade die Millennials bei diesem Thema unterstützen. Schließlich müssen sie der Aussage von Experten nach für die Rente von zwei Generationen sorgen: Einmal für die heutigen Rentner und zum anderen für ihre eigene Rente, weil ihr einmal die Nachkommen fehlen werden. Doch Fakt ist, dass nur ein kleiner Teil der Millennials fürs Alter vorosrgt . . . Da ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

    Viele Grüße

    Jürgen

  • #4

    Kilian von Finanzdurchblick (Dienstag, 22 Dezember 2015 21:25)

    Hallo Jürgen!
    Da gebe ich dir vollkommen recht. Die Prognosen zur Altersarmut sind schon erschreckend und Altersarmut wird auch zukünftig eine größere Rolle in unserem Alltagsbild spielen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Prognosen recht behalten werden...

    So oder so gilt für jeden - private Altersvorsorge ist ein muss!

  • #5

    goodmixwilldo (Freitag, 05 Februar 2016 11:41)

    "Alle Arbeitnehmern mit weniger als 2500 Euro brutto im Monat droht ab 2030 eine Rente unter dem Grundsicherungsbedarf von 688 Euro."
    Wenn die alle dahinterkommen, dass die wählen dürfen...
    Ich glaube fest an die Einheitsrente. Der Bedarf nach privater Vorsorge wird demnach noch höher ausfallen.

    gmwd

  • #6

    Thomas (Donnerstag, 03 März 2016 16:28)

    Es ist schon erschreckend zu sehen, welche Entwicklung das Thema Altersarmut bei uns mittlerweile nimmt. Ohne eine entsprechende Vorsorge gibt es keinen Weg, um das ganze zu entgehen. In diesem Bereich muss sich daher endlich etwas ändern.

  • #7

    Vermögensanleger (Dienstag, 22 November 2016 14:08)

    Hi Kilian, besten Dank für deinen Artikel. Für viele junge Menschen ist es ein Problem, dass es bis zur Rente noch so lang hin ist. Die Motivation sich zu kümmern, hält sich in Grenzen. Ich fürchte, dass viele erst die Notwendigkeit erkennen, wenn es schon zu spät ist, um die Kraft des Zinseszinseffektes für sich zu nutzen. Warum es wichtig ist, dass wir mit dem Vermögensaufbau nicht länger warten, habe ich in einem Blogartikel erklärt.

    Schöne Grüße
    Marco

  • #8

    Dr. Marcel Weber (Mittwoch, 08 Februar 2017 19:14)

    Die 2 wesentlichen - nicht einzigen - Haken in der Rechnung:

    Was mit dem, der 20 Jahre älter wird, als die durchschnittliche Lebenserwartung?
    Woher sollen bitte über diese Laufzeit 4 % (durchschnittlicher) Zins- und Zinseszins generiert werden - ohne Verlustes (eines Teil) des eingesetzten Kapitals, der ja hier nicht betrachtet wurde. Aktuell gibt es keine 4 % ohne Risiko von Kapitalverlust (auch über den Betrag des eingesetzten Kapitals hinaus).

    Die Devise für Personen mit Einkommen unter 5000,-- € Brutto kann meiner Meinung nach nach aktueller Finanzmarktsituation und Rentenprognose nur sein, zur Miete zu wohne, das Geld in Gesundheit, Familie und "Leben" investieren und dem Staat nichts mehr zu schenken, wenn man dann eine bis zum Renteneintritt vermutlich verabschiedete Grundsicherung zu erhalten.
    Wer bis dahin Geld zurücklegt, schenkt es praktisch dem Staat, denn der schüttet die eigentlich zustehenden Zuschüsse nicht aus, da zunächst das angesparte Vermögen verbraucht werden muss. Es entsteht in diesem doch realistischen Szenaria KEIN Mehrwert für den Rentner aus dem angesparten Vermögen, denn er kann sich damit faktisch nicht mehr leisten, als der Rentner, der nur die dann gültige Grundsicherung erhält.

    Ich halte dies zwar für falsch, aber bevor nicht äußerst gravierende Änderungen im Rentensystem, bzw. der finanziellen Versorgung der Alten vorgenommen werden, ist das sparen für "Normalverdiener" vollkommen sinnlos - es entlastet den Staat aber ermöglicht keine zusätzlichen finanziellen Freiräume für den Rentner.

    vg.
    Marcel

  • #9

    Kilian von Finanzdurchblick (Montag, 13 Februar 2017 06:30)

    Hallo Marcel,

    zunächst einmal vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

    - zunächst zum Thema Rendite: Natürlich verstehe ich, dass 4% für viele Leute als unrealistisch klingt. Aber 4% sind ein Durchschnittswert und auf lange sind sogar relativ konservativ angesetzt. Sowohl beim Thema Aktien (schau dir einmal die langfristigen Aktienrenditen an (ca. 7% p.a.) als auch Immobilien (hier zählt die Eigenkapitalrendite) sind weit höhere Werte als 4% möglich. Selbstverständlich gibt es solche Renditen nie mit 100% Sicherheit und Kapitalschutz, aber das behaupte ich auch gar nicht. Aber das Risiko ist über einen langen Zeitraum ziemlich überschaubar.

    - zum zweiten Punkt kann ich begrenzt zustimmen. Natürlich hat ein Durchschnittsverdiener, der in überschaubarer Zeit (5 - 10 Jahre) in Rente gehen wird, z.T. wirklich keine Chance, die Rente durch seine eigenen Leistungen über die Mindestrente zu erhöhen.
    Für alle anderen gilt das meiner Meinung nach nicht. Bei deiner Sichtweise geht es um eine Grundsatzfrage: Resigniere ich und bin frustriert auf die aktuellen Umstände oder nehme ich die Verantwortung für mein Geld und bin bereit jetzt etwas dafür zu tun, dass man in zum Beispiel 20 Jahren nicht am Existenzminimum leben muss, sondern einen schönen Lebensabend genießen kann.
    Die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen....

    Ich hoffe, mein Kommentar hilft dir weiter!

    Beste Grüße
    Kilian

  • #10

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