So einfach findest du die besten und steuer-günstigsten ETFs


In einem früheren Artikel hab ich dir bereits meine Vorgehensweise erklärt, wie ich einen ETF auswähle. Dabei hab ich das Thema "Steuern" nur in einem Nebensatz am Ende erwähnt. In diesem Artikel zeige ich dir praktisch, wie du zukünftig ohne größere Probleme steuergünstige ETFs findest.

 

Fangen wir also gleich mal an. Beim Thema ETF muss man nämlich zwischen steuereinfache ETFs und welche die steuerliche Schwierigkeiten bereiten unterscheiden. Ich weiß, dass das Thema beim Lesen sehr abschreckend wirkt. Daher habe ich mir vorgenommen, dich gar nicht allzu sehr mit der Theorie zu langweilen, sondern dir bloß die notwendigen Infos zu liefern, wie du steuerlich geeignete ETFs finden kannst. Zunächst möchte ich dir eine Übersicht geben, die netterweise die Bloggerkollegin Fräulein Zaster erstellt hat. Vielen Dank an dieser Stelle!

 

ETF Steuern

Von der Steuertheorie in die Praxis

Diese super Übersicht gibt dir schon mal einen hervorragenden Überblick über alles, was du wissen musst. Nun möchte ich dir nach und nach die für dich wichtigen grünen Felder erklären und dir dabei jeweils direkt einen Link zeigen, womit du von dieser Grundlage her deine weitere ETF-Auswahl fortführen kannst.

 

1. ETF-Fonddomizil in Deutschland

Dies ist der einfachste Fall (rechter grüner Kasten im Schaubild), weil hier so gut wie kein Schwierigkeiten auftauchen. Insgesamt gibt es aktuell 105 verschiedene Indices, darunter viele Anleihen-ETF, aber auch etwas speziellere ETFs, wie die Subindeces des EuroStoxx 600 oder auch MidCaps-ETFs (Firmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 2-10 Mio. Euro; entspricht Aktien aus dem MDAX) aus Japan, Europa und USA, die die Kriterien aus dem Schaubild erfüllen. Wenn dir diese ETFs zusagen, dann kannst du mit diesem Link direkt den passenden ETF auswählen.

2. Synthetische nicht-ausschüttende ETFs

Bei dieser Kategorie (mittlerer grüner Kasten im Diagramm) gibt es die größte ETF-Auswahl. Hier gibt es momentan 320 verschiedene Indices, worunter auch 80 Anleihen-ETFs und 20 Rohstoff-ETFs (=ETC) zu finden sind. Bekannte ETF-Anbieter aus dieser Kategorie lauten Lyxor, db X-Trackers oder Comstage. Unter den 322 verschiedenen ETFs finden sich zahlreiche Länder-ETFs wie, China, Brasilien oder Russland oder aber auch sämtliche Subindices des MSCI Wolrd und der Emerging Markets (=Schwellenländer).

 

3. Ausländische ausschüttende ETFs

Dies entspricht dem linken grünen Kasten im Diagramm. Darunter fallen 266 verschiedene ETFS, wobei gut ein drittel Anleihen sind. Hauptsächlich lassen sich hier viele ETFs finden, die einzelne zum Teil speziellere Länder, wie Türkei oder Korea, abbilden.

 

Aber Achtung: Bei diesen ausländischen ausschüttenden ETFs muss darauf geachtet werden, dass sie mehr als 40% ihrer Erträge ausschütten. Diese Bedingung kann man leider nicht einfach so bei JustETF eingeben. Um dies zu prüfen, musst du in dem sogenannten Bundesanzeiger in dem Suchfeld die ISIN bzw. WKN des entsprechenden ETFs eingeben und dir dann den letzten "Besteuerungsgrundlagen-Bericht" ansehen, um diese Frage zu klären.

 

Da man sich aber in die Berichte vom Bundesanzeiger etwas reinlesen muss und meines Erachtens nur sehr wenige relevante Indices zu dieser dritten Kategorie gehören, die man nicht auch schon in einer der ersten beiden Kategorien abbilden kann, würde ich hier als letztes für einen passenden ETF suchen.

 

So geht die ETF-Suche weiter

Nachdem du nun schon einmal diese sehr wichtige ETF-Vorauswahl getroffen hast, geht es nun mit der weiteren Suche weiter. Das detaillierte Vorgehen und meine Gedanken zu dem jeweiligen Schritt findest du ausführlich in diesem Artikel erklärt. 

 

An dieser Stelle möchte ich die weitere Suche nur kurz anreißen und erklären:

 

1. Entscheide, dich ob du einen ausschüttenden oder einen thesaurierenden ETF haben möchtest.

 

2.Wenn du per regelmäßigen Sparplan investieren willst, wähle als Filter deine Depotbank bei der Kategorie "sparplanfähige-ETFs" aus. Wenn du noch keine haben solltest, findest du hier eine Übersicht über sämtliche Anbieter auf dem Markt.

 

3. Um möglichst wenig Ordergebühren zu zahlen, schaue anschließend zusätzlich, welche Aktions-ETFs es bei deinem Onlinebroker gibt. Auch diese Option kannst du bei JustETF links auswählen.

 

Nach diesen drei Schritten hast du die wichtigsten notwendigen Entscheidungen für eine geeignete ETF-Wahl getroffen und kannst dir nun den gewünschten Grundindex auswählen.

 

Gerade bei spezielleren ETFs wirst du häufig keinen Aktions-ETF, der auch noch sparplanfähig ist, finden. Dann musst du für dich abwägen, ob du diesen dann  jeden Monat selbst kaufen willst und dafür jeweils Ordergebühren zahlen willst oder ob du doch lieber einen Aktions-ETF von einem der bekannten großen Indices besparen möchtest. Als kleine Faustregel für deine Entscheidung gilt meiner Meinung, dass man Ordergebühren erst etwas vernachlässigen sollte, wenn diese weniger als 0,5% des Ordervolumens ausmachen.

 

 

Fazit

In diesem Artikel hast du nun eine konkrete Anleitung bekommen, wie man bei der ETF-Suche vorgehen sollte ohne dabei Probleme mit der Steuer zu bekommen. Wenn dir mein Ansatz gefällt, dann teile diesen Artikel mit anderen Interessierten und speichere dir diese Seite ab, damit du zukünftig immer anhand dieses Fahrplan einen passenden ETF finden kannst.

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Kommentare: 1
  • #1

    Philipp (Donnerstag, 10 März 2016 20:34)

    Hallo Kilian!

    Danke für die Anleitung!

    MFG Philipp