Spartipps, die dir im Alltag helfen

Und? Bist du fleißig dabei, dich durch den Zahlendschungel deiner Ausgaben durchzuackern? Ich hoffe, dass du schon einige sinnlose Geldverschwender entdecken und ausmerzen konntest. Wie sind denn nun deine neuen Zahlen deiner Sparsumme und -quote? Haben die sich erhöht?

Schuldenproblem?

Falls du für dich immer noch monatlich einen negativen Betrag errechnet hast, solltest du dich dringend nochmals mit deinem Umgang mit Geld und dem Thema Schulden auseinandersetzen. Wenn du wirklich für dich kein Einsparpotential siehst, dann stehe dir ein, dass du aktuell auf keinen grünen Pfad mit deinen Finanzen kommst und such’ dir professionelle Hilfe bei einem Schuldenberater. Um so eher du dort hingehst, um so schneller findest du aus deiner misslichen Situation wieder heraus.

Wie fühlst du dich nun? Freust du dich, dass du nun schon mal Monat für Monat mehr ansparen kannst? Heute wird der letzte Artikel zum Zahnrad „Ausgaben“ erfolgen, dann hast du ein großes Stück auf dem Weg zu einem für dich optimalen Umgang mit Finanzen gemeistert. In den folgenden Abschnitten stell ich dir einige Spartipps vor, wie es dir gelingt mit deinen einzelnen Budgets besser hauszuhalten.

Führe ein Haushaltsbuch, um deine Ausgaben zu kontrollieren!

Dies ist die einzige Möglichkeit zu überprüfen, ob deine Planung mit deinen Budgets funktioniert oder nicht. Dieses kannst du entweder altmodisch per Zettel und Stift führen oder du nutzt, so wie ich, eine der zahlreichen Apps dafür. Dies hat den Vorteil, dass du mit deinem Smartphone nahezu ständig dein Haushaltsbuch bei dir trägst. So kannst du immer gleich direkt, wenn du irgendwo Geld ausgibst, dieses schnell in deine App eintragen und musst dir keinen Betrag merken, den du dann abends zu Hause in dein Haushaltsbuch einträgst - was du ganz oft vergessen wirst ;).


Ich persönlich nutze die App „Finanzchecker“ von der Sparkasse. Diese ist übersichtlich, leicht verständlich aufgebaut und einfach zu bedienen. Zusätzlich gibt es noch für Diagrammfans (so wie mich!) einige ganz nette Auswertungstabellen. Um dein neues Leben mit dem Haushaltsbuch zu beginnen, gibst du einmalig deine laufenden Fixkosten, wie Miete oder monatliche Mitgliedsgebühren, als „wiederkehrende Kosten“ ein. Kosten für Budgets mit unregelmäßigen Ausgaben wie Urlaub, Kleidung oder langfristig größere Ausgaben würde ich persönlich auch mit darunter monatlich abbuchen, auch wenn du es real noch nicht ausgegeben hast.


Denk’ aber daran, diese Beträge separat auf ein imaginäres oder echtes Konto zu packen. Danach gibt es für mich noch drei weitere Kategorien, in die du deine anfallenden monatlichen Kosten einträgst: Lebensmittel, Alltagskosten und Luxus. Mehr braucht es überhaupt nicht. Aber natürlich kannst du nach Belieben auch weitere Kategorien für dich verwenden. Ich habe es nur gern einfach und übersichtlich. Fang’ auf alle Fälle direkt damit an. Am Anfang musst du dich vielleicht noch bewusst daran erinnern, deine Ausgaben einzutragen, aber mit der Zeit wird dir das automatisch in Fleisch und Blut übergehen.


Dazu gibt es jetzt noch eine weitere Frage, die man in diesem Zusammenhang noch betrachten sollte. Was macht man, wenn man in einem Monat sein Budget kaum ausschöpfen musste? Was du auf alle Fälle nicht tun solltest, ist, dass du dann am Monatsende irgend etwas kaufst, nur damit du dein Budget ausgegeben hast. Wir sind hier ja schließlich nicht in der Politik, wo Budgettöpfe leer gemacht werden müssen, weil sonst zukünftig kleinere Summen in den Topf wandern werden. Verrückt, oder? Du kannst diesen Betrag oder einen Teil davon entweder zusätzlich ansparen oder du vermerkst dir irgendwo, dass du dir für diesen Topf irgendwann etwas mehr leisten darfst. Schließlich wird es auch Monate geben, in denen du dein Budget überschreitest.


Wenn sich aber Monat für Monat deine wirklich ausgegebene Summe stark von deinem vorgestellten Budget unterscheidet, dann solltest du dieses Budget neu kalkulieren. Als Tipp aus meiner eigenen Erfahrung kann sagen, dass es für die Psyche wesentlich angenehmer ist, sein Budget etwas leicht höher anzusetzen und monatlich dadurch dann mehr als geplant zur Seite legen zu können als das Budget zu knapp zu bemessen. Ansonsten stresst man sich unnötig und verfällt sehr, sehr leicht ins Knausern.

Sieh’ deine monatliche Sparsumme als eine Ausgabe an – eine an dich selbst

Damit meine ich, dass du dir einen Dauerauftrag zum Monatsanfang einrichten solltest, der in etwa (so 95%) deiner monatlichen Sparsumme entspricht. Dazu brauchst du ein zweites Konto – d.h. ein Tagesgeldkonto. Alternativ kannst du den Betrag auch direkt zu der Adresse buchen, wohin deine monatlichen Investitionen in die Finanzmärkte erfolgen Einen Überblick über mögliche Tagesgeldkonto und deren Konditionen bekommst du hier.

Dir ein zweites Konto einzurichten, ist mit folgendem mentalen Vorteil verbunden: Dadurch, dass das Geld von deinem Giro-/Alltagskonto abgebucht wird, kannst du dieses nicht so einfach ausgeben, da es zuerst 1-2 Tage dauert, bis dieses wieder auf dein Girokonto aufzufinden ist.


Nimm dir Bedenkzeit

Als einen weiteren Spartipp, wie du dich gegen vorschnelle und unüberlegte Kaufentscheidungen schützen kannst, empfehle ich dir, dir eine Bedenkzeit für etwas größere Anschaffungen zu nehmen, um dann in Ruhe entscheiden zu können, ob du dies wirklich auch kaufen möchtest. Dies könnte zum Beispiel so aussehen: Dinge, die 30-50 € kosten, kann man im Geschäft erstmals für 1 bis 2 Stunden zurücklegen lassen, um sie dann definitiv zu kaufen. Bei Produkten bis 100 € kann man beispielsweise ein paar Tage überlegen, und bei wirklich großen Anschaffung mindestens eine Woche.

Neu oder gebraucht?

Eine weitere Überlegung, die du dir bei größeren Anschaffungen jedes Mal machen solltest, ist, ob du diese Dinge wirklich neu haben willst oder ob du sie vielleicht nicht doch lieber gebraucht kaufen kannst. Denn bei nahezu allen neuen Sachen sinkt deren Wert exponentiell, d.h. dass am Anfang der Wertverlust in Abhängigkeit von der Zeit am größten ist.


Ich habe dies aktuell bei meinem Umzug festgestellt. Für meine zwei Jahre alten, noch im besten Zustand erhaltenen Möbel habe ich beim Verkauf weit weniger als die Hälfte des ursprünglichen Kaufpreis bekommen. Ganz extrem ist dieser exponentielle Verfall beim Kauf eines Autos, da es hier um große Summen geht. Vergleich doch einfach mal bei einem Wagen den Neupreis mit dem Wert eines entsprechenden Einjahreswagens! Der Preis wird abhängig vom Kilometerstand um ca. 1/3 gefallen sein.

Na, willst du spielen?

Zu guter Letzt möchte ich dir noch die Möglichkeit geben, den Umgang mit Geld ein wenig spielerisch zu erkunden – falls du das möchtest.

  •   Dazu kannst du dir einmal kostenlos die MissionDecision App runterladen. Dort sollst du immer Konsumentscheidungen fällen, welche dir danach wissenschaftlich erklärt werden.

Dieser hat das weltweit meist verkaufte Finanzbuch "Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen"* geschrieben. In diesem stellt er seine zwei gebildeten „Väter“ (seinen leiblichen Vater und sein Geldmentor) vor, wovon nur sein Geldmentor zusätzlich finanziell gebildet ist und sich dadurch ein beeindruckendes Vermögen in seinem Leben aufbauen kann. Er erklärt in seinem wirklich gut verständlich geschriebenen und unterhaltsamen Buch, wieso dies seinem "reichen Vater", der ihm sein richtiges Finanzverhalten beibringt, gelingt und seinem armen nicht - ein wirklich absolut zu empfehlendes Buch! Wenn du Interesse hast, mehr darüber zu erfahren, dann klicke hier*.

 


Zu diesem Buch hat der Autor das oben genannte Spiel entwickelt. Dort hast du die Aufgabe, durch sinnvolle finanziellen Entscheidungen dem alltäglichen „rat race“ zu entfliehen, um dir deine finanziellen Träume zu erfüllen. Probier es doch einfach mal aus, ob dir dieses Spiel gefällt

Get It Done!

Deine heutige Hausaufgabe liegt auf alle Fälle darin, dir dein Haushaltsbuch und ein Tagesgeldkonto einzurichten. Des Weiteren kannst du versuchen, dein finanzielles Verhalten spielerisch verbessern.

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