Warum Geldanlegen ganz einfach ist!

Das Fundament für deinen Vermögensaufbau ist nun durch die ersten zwei Zahnräder gelegt und du wirst allein mit deinem geordneten Geld- und Konsumverhalten langfristig mehr und mehr Wohlstand aufbauen können. In Verbindung mit dem letzten Zahnrad "Rendite" und der damit einhergehende Zinseszins-Effekt sorgt dabei für einen unglaublichen zusätzlichen Turbo.

 


„Die größte Erfindung der menschlichen Geistes? - Der Zinseszins“ Albert Einstein

Wenn so ein schlauer Mensch wie Albert Einstein so etwas sagt, dann muss auch etwas dran sein, oder? Und so ist es tatsächlich auch! Aber zuerst möchte ich erklären, was der Zinseszins-Effekt überhaupt ist: Gemeint ist, dass der Zins und damit der Zinsertrag nicht nur von deinem Kapital abhängt, sondern dass auch dein vorheriger Zinsertrag aus den Jahren zuvor nochmals Zinsen abwirft. Hierfür gebe ich folgendes Beispiel: Zinssatz 5% und Kapital 100 €. Damit bekommst du im ersten Jahr 5 € Zinserträge, welche du wieder anlegst, sodass dein Kapital nun 105 € für das nächste Jahr beträgt. Durch das höhere Kapital bekommst du im darauf folgenden Jahr 5,25 € Zinsen, welche du wieder reinvestierst, so dass dein Kapital nun 110,25 € beträgt ... und immer so weiter und weiter. Zur Veranschaulichung hab ich dir folgende Abbildung mitgebracht.

 

Quelle: mit herzlichem Dank http://www.zinsen-berechnen.de/


Das ist wirklich schwer vorstellbar, oder? Aber die Zahlen lügen nicht! Die entscheidenden beiden Faktoren für die hohen Summen sind einmal die Zeit und der Zinssatz. Da die Kurve exponentiell ansteigt, wirst du im Laufe der Jahre immer mehr und schneller deinen passiven Geldfluss aus deinem Kapital steigern, weil der Zinseszins-Effekt immer mehr seine Kraft entfalten kann. Und DAS ist dein Ziel, wodurch du dir dann letztendlich deine gesetzten finanziellen Ziele leisten kannst.

Get it done!

Du kennst doch noch das wunderbare Sparraten-Tool? Spiel doch einfach mal damit, um ein Gespür dafür zu entwickeln. Deine monatliche Sparsumme kennst du jetzt schon. Dann kannst du nun sehen, welches Vermögen bei dir in welchen Zeitraum bei einer bestimmten Rendite aufgebaut werden kann. Dreh einfach mal ein wenig an den Stellschrauben „Zinssatz“ und „Anlagedauer“!


Dieser langfristig mögliche große Zinsertrag ist auch das, was zum Sparen am meisten motiviert. Jeder Euro, den du zur Seite legst, ist langfristig gesehen tatsächlich nämlich viel mehr wert. Dazu gibt es die sogenannte

72er – Regel

Damit kannst du dir ungefähr die Zeit errechnen, wie lange es bei einem bestimmten Zinssatz dauert, bis man sein Kapital verdoppelt hat. Dazu musst du einfach nur 72/Rendite teilen, um die entsprechende Anzahl von Jahren zu ermitteln. Hier mal ein Beispiel: 72 / 4 (Rendite) = 18 Jahre! Das bedeutet, dass jeder Euro, den du heute ansparst, in 18 Jahren 2 € wert sein wird.

Nachdem du nun die langfristige enorme Macht von Rendite und Zeit kennen gelernt hast, heißt es nur noch, dass letzte Zahnrad „Rendite“ nach deinen emotionalen Begebenheiten anzupassen, so dass du den optimale Balance zwischen „Ruhig-Schlafen-Können“ und Rendite für dich findest.

Welche Geldanlageformen eignen sich für mich und wofür?

Es gibt einen riesigen Haufen von verschiedenen Anlageformen / Assets. Aber generell kann man diese auf einige sinnvolle Hauptanlageformen, die für dich in Frage kommen, runterbrechen. Um es übersichtlich zu gestalten, habe ich folgende Tabelle mit für dich möglichen Investments entwickelt. Mehr Anlageformen brauchst du zunächst nicht zu kennen, da diese aktuell für dich nicht in Frage kommen. Wenn du auf die einzelnen Assets klickst, erfährst du mehr darüber.

 


Risiko Rendite

Verfüg-

barkeit

Einmalkosten laufende Kosten Geeigneter Anlagehoizont
Tagesgeld kein 0-1% jederzeit keine keine kurzfristig
Festgeld kein 0,5-1,5% schlecht keine keine mittelfristig

Staatsanleihen

-ETF

gering ca. 3% (sehr variabel) jederzeit

Sparplan: 0-2%

0,2% mittelfristig

Unternehmen-sanleihen

ETF

gering-mittel ca. 4% jederzeit

 Sparplan: 0-2%

0,2% mittelfristig
Offene Immobilienfonds mittel 1,7-3,1% jederzeit  ab 2,5% 0,5-1-1% mittelfristig

P2P-Kredite* vergeben

 

mittel 2,3-7,3% schlecht 1% keine mittelfristig
Einzelaktien hoch sehr variabel jederzeit

Order-

gebühren

keine langfristig

Aktien/Rohstoff

-ETF

hoch ca. 6-8% jederzeit

Sparplan: 0-2,5%

Einzelkauf:

Orderkosten

 

0,5% langfristig
Investmentsfond hoch ca. 6% jederzeit  0-5% 1,5-4,5% langfristig
             

 

Mit Nachdruck möchte ich betonen, dass ich keine Gewähr auf Richtigkeit geben kann. Die Aussagen beziehen sich allein auf meine persönliche Einschätzung zu den jeweiligen Assetklassen. Die Zahlenwerten entsprechen dabei groben Richtwerten.


Wie die Anlageform in einem bestimmten Vertrag (z.B. Riester) heißt und welche Details dabei zu beachten sind, ist zunächst völlig irrelevant. Keep it simple and stupid! Aber im Laufe der Zeit werden wir sie trotzdem alle auf diesem Blog besprechen, damit deine Finanzbildung noch besser wird. Wenn du Vorschläge hast, die dir wichtig sind, dann schreib sie mir! Wie immer lass’ ich das Thema „Immobilie“ – sowohl als Eigenheim als auch als Anlageobjekt durch Mieteinnahmen – weg. Du kennst es ja schon ;).

 

Wenn du dich intensiv mit diesen Assets beschäftigst und diese verstehst, ist das schon mehr als die halbe Miete, um dir das Portfolio nach deinen Wünschen einzurichten. Denn nichts anderes wird sonst bei der Vermögensbildung von den guten Finanzberatern gemacht. Je nach Risiko und Anlagehorizont wird dein zu investierender Bertrag auf die verschiedenen Anlageformen verteilt, und fertig ist das Portfolio.

 

Dein Anlagehorizont, d.h. wie lange du dein Kapital investieren willst, ist prinzipiell langfristig orientiert. Schließlich ist das grundsätzliche Motto unserer Finanzbildungsreise, unsere finanziellen Ziele durch die Zinserträge erfüllen zu können und nicht durch Kapitalverbrauch. Außerdem spielt der Zinseszinseffekt auf lange Sicht mehr und mehr seine Stärke aus!

Welche Anlage ist mit meinen Emotionen vertretbar?

Stell dir vor, dass dein hart erspartes Geld dir an einem Tag X zwar einen riesengroßen Gewinn beschert. Der Weg dorthin aber wäre für dich die Hölle gewesen. Du hättest nämlich zwischendurch einen Verlust von beispielsweise 60% verkraften müssen. Stell dir das mal vor! Für manchen wäre dies der absolute Horror, da ihm schon die Vorstellung von kleinsten Geldverlusten Schweißperlen auf die Stirn treibt. Für den anderen jedoch, den Menschen, der das Risiko liebt, wäre es hingegen vielleicht völlig in Ordnung, vorübergehend solchen Wertminderungen ausgesetzt zu sein. Dazu gibt es ein passendes Zitat von einem Börsenaltmeister namens André Kostolany: „An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven und das Geld haben, das minus 1 auzuhalten.“

Welcher Anlagetyp bin ich?

Du musst dir also darüber im Klaren sein, dass die Form deiner Geldanlage mit deiner eigenen Risikobereitschaft und deinen eigenen Emotionen zusammenpassen muss. Generell gilt, um so höher das Risiko, um so höher ist die potentiell die zu erzielende Rendite. Jeder, der einem eine 100 % sichere und gleichzeitig hohe Rendite verspricht, lügt, und du solltest ihm schnellstens den Rücken zukehren (um es sanft zu formulieren ;)

Um deine persönliche Risikoneigung mit den entsprechenden Anlageformen in Verbindung zu bringen, habe ich dir folgenden Anlegertyptest mitgebracht, bei dem du dies für dich ermitteln kannst.

Get it done!

Beschäftige dich möglichst intensiv mit den verschiedenen Assets und deiner richtigen Anlageform. Überlege dir dabei, welche für dich prinzipiell in Frage kommen, so dass du dich mit deinen Investitionen bezüglich der eingehenden Wertschwankungen wohlfühlst, aber dabei deine finanziellen Ziele nicht aus den Augen verlierst.

Wie du dann konkret vorgehst, um dir dein Portfolio zu erstellen, wirst du in der übernächsten Lektion erfahren.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0