4 Tipps, wie du mit dem richtigen Mindset mehr im Alltag sparen kannst!

In diesem Gastartikel auf dem Blog "Finanzdurchblick" erkläre ich dir, wie ich es im Alltag geschafft habe, innerhalb von einem Jahr meine Sparquote von 5% auf 40% zu steigern. Es ist gar nicht so schwer, wie du jetzt vielleicht denkst! Das Wichtigste an der Sache ist das richtige Mindset. Die besten Tipps, die mir geholfen habe, zeige ich dir jetzt.

 


1. Sparen mit dem richtiges Kaufverhalten

Früher wollte ich unbedingt immer das Neueste vom Neuesten haben. Es kommt eine neue Version von Fifa auf den Markt, und ich konnte nicht mehr warten und habe es gekauft - um dann nach 2 Tagen festzustellen, dass es das gleiche Spiel ist wie vor einem Jahr, nur, dass jetzt neue Trikots vorhanden sind und die Spieler bei anderen Vereinen sind.

 

Ein einfacher Trick, den ich mittlerweile sehr erfolgreich anwende ist: warten! Wenn ich ein Produkt gefunden habe, das interessant aussieht, dann warte ich immer erst einmal zwei bis drei Tage zu. Wenn ich dann immer noch von dem Produkt überzeugt bin, überlege ich, ob ich einen Mehrwert durch dieses Produkt bekomme. Dabei sollte der Mehrwert immer eine subjektive Angelegenheit sein.

Wenn ich z.B. ein neues Smartphone haben will, weil es neu ist, dann ist das nicht wirklich rational. Wenn das neue Smartphone aber eine neue Funktion hat, mit der ich schneller arbeiten kann oder ähnliches, dann kann ich durch das Smartphone einen subjektiven Mehrwert erlangen. Natürlich darf man sich auch mal etwas gönnen.

Ich kaufe mir auch heute noch Fifa, weil ich es einfach gerne zocke und mich dadurch ablenken kann. Für mich bietet das Spiel deshalb einen Mehrwert, weil ich für ein paar Stunden in der Woche einfach mal abschalten kann, um danach wieder voll durchzustarten – und sparen soll schließlich Spaß machen! Deshalb darf man sich auf jeden Fall zwischendurch auch immer etwas gönnen.

 

In vielen Fällen habe ich in meinem Alltag nach zwei Tagen das Produkt schon vollkommen vergessen und bin dann im Nachhinein froh, dass ich es nicht gekauft habe, weil ich sonst wieder Geld ausgegeben hätte. Wie viel mir der Trick nominal gebracht hat, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich schon öfters abgewartet habe und in ca. 70% der Fälle das Geld dann nicht ausgegeben habe. Und das – so denke ich – ist ein guter Wert

 

2. Genieß auch den Alltag!

Vor einem Jahr habe ich durch meinen Nebenjob ca. 200€ monatlich verdient. Ich weiß bis heute nicht, warum ich es nicht geschafft habe, mehr als 10€/Monat davon auf die Seite zulegen. Dabei ist es eigentlich so einfach, Geld zu sparen.

 

Bezahle dich zuerst, bevor du andere bezahlst – so lautet das Motto! Du gehst den ganzen Monat fleißig arbeiten, nur damit du am Ende deinen Vermieter bezahlen kannst, deine Bank für deinen Autokredit – und schon ist einen großer Teil deines Gehaltes weg, und am Ende des Monats ist wieder nichts übrig zum Sparen.

 

 „Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig“, scheint das Motto einiger Bekannter zu sein. Ich habe einen Aktiensparplan eingerichtet, der jeden Monat automatisch 40% abzieht, und so komme ich erst gar nicht in Versuchung, Geld auszugeben.

 

Wenn du beispielsweise 10% von den 1.500€, die du netto verdienst, Monat für Monat auf ein Sparbuch schaufelst, dann hast du nach einem Jahr immerhin schon mal 1.800€ angespart. In Anbetracht der Tatsache, dass ihr nur auf ein wenig Konsum verzichtet habt.

 

Damit dein Geld zusätzlich auch noch für dich arbeiten kann, solltest du dir eine „goldene Gans“ aufziehen, die für dich jeden Monat goldene Eier legt, ohne dass du groß dafür etwas tun musst. Dadurch hast du den Vorteil, dass du unabhängiger von deiner Haupteinnahmequelle wirst und zusätzlich einen kleinen Nebenverdienst hast.

 

Eine solche „goldene Gans“ kann zum Beispiel:

  • ein Immobilie zum Vermieten

  • Aktien

  • oder Ähnliches

sein. Ich habe vor einem Jahr angefangen, Bücher über Aktieninvestments zu lesen und habe seit Beginn meiner Ausbildung in Aktien investiert. Aktuell beschäftige ich mich mit dem Vermieten von Immobilien. 

 

Geld sparen im Alltag

3. Lass deinen Lebensstandard langsamer als dein Gehalt wachsen!

Das Problem bei vielen Menschen, die eine Gehalterhöhung bekommen ist, dass sie sich an das neue Einkommen anpassen. Der Lebensstandard wird binnen kurzer Zeit an dem neuen Gehaltslevel ausgerichtet. Aber mit einem kleinen Trick kannst du bei einer Gehaltserhöhung zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen.

 

Maxi Mustermensch verdient 1.500€ (netto) und braucht davon 1.200€ zum Leben. Maxi bekommt dann eine Gehalterhöhung von 300€ netto. Die Hälfte davon, so entscheidet er, wird er für den zusätzlichen Aufbau seiner „goldenen Gans“ benutzen. Daraus resultiert, dass Maxi nun 450€ statt zuvor 300€ jeden Monat zur Seite legen kann. So kann er mehr sparen und gleichzeitig aber auch mehr ausgeben, ohne auf irgend etwas verzichten zu müssen. 

 

Nach dieser Rechnung spart Maxi mittlerweile dann schon 25% statt 20% seines Einkommens und gleichzeitig hat er aber auch 150€ mehr für seinen Lebensunterhalt jeden Monat. Wenn du nach diesem Prinzip mit Gehaltserhöhungen verfährst, wirst du zusätzlich viel Geld sparen können und dabei den eingeschränkten Konsum gar nicht erst bemerken.

4. Muss es wirklich das neuste sein?

Ich bin einer totaler Auto-Fan. Am liebsten würde ich jeden Tag einen anderen Wagen fahren. Montag ist AMG-Tag, Dienstag RS-Tag, usw. Naja – zurück zur Realität! Wenn ich mir ein Auto kaufe, möchte ich am liebsten einen Neuwagen haben. Logisch – er riecht besser, und ich bin der erste, der mit diesem Wagen durch die Stadt fährt. Nachdem ich aber vom Hof gefahren bin, hat sich der Wert des Autos aber sofort um 10% des Neupreises verringert. Deshalb empfiehlt es sich im Alltag, Jahres- oder Vorführwagen zu erwerben. Diese riechen wie neu, haben kaum Laufleistung und kosten fast 25% weniger als der Neuwagenpreis. Dieses Prinzip kannst du bei fast allen Luxusgütern, wie Smartphones oder Tablets, anwenden.

Fazit, wie man Geld im Alltag spart

Ich habe mir bis jetzt alle Tipps zu nutzen gemacht und bin begeistert, wie einfach es ging, so viel ohne großen Verzicht im Alltag zu sparen. Vor einem Jahr hätte ich es nicht gedacht, dass Sparen sogar eine Art Hobby für mich geworden ist. Auch der richtige Umgang mit Geld macht mir Spaß – obwohl ich noch oft (vielleicht zu oft) zum Schnell-Restaurant mit dem gelben M gehe und ab und zu mir etwas Größeres gönne, kommt das Sparen nicht zu kurz.

 

Florian, Co-Autor

 

Sparen im Alltag

Kommentar schreiben

Kommentare: 13
  • #1

    Philipp von Investment Amad€ (Montag, 25 Januar 2016 19:15)

    Hallo Florian!

    Eine Sparquote von 40% ist eine super Leistung. Respekt!

    Mich würde investieren: Hast du bereits in Immobilien investiert? Und wenn ja: wie bist du dabei vorgegangen?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Philipp

  • #2

    Florian von Finanzdurchblick (Montag, 25 Januar 2016 21:59)

    Hallo Philipp,

    Nein aktuell besitze ich noch keine Immobilien. Ich werde erstmal meine Ausbildung beenden und danach mal schauen was sich ergibt. Fürs erste fahre ich mit Aktien und ein paar kleinen Projekten ganz gut.

    Viele Grüße
    Florian

  • #3

    Bijan Kholghi (Mittwoch, 27 Januar 2016 19:13)

    Eine Sparquote von 40% ist wirklich beeindruckend. Das schaffen nur die Wenigsten hierzulande. Ich kann den genannten Punkten in jedem Bereich zustimmen! Ein erfolgreicher Vermögensaufbau ist nur möglich, wenn man mit der richtigen Einstellung heran geht uns sich selbst und das verfügbare Budget im Griff hat.

  • #4

    Florian von Finanzdurchblick (Mittwoch, 27 Januar 2016 20:11)

    Hallo Bijan,

    da stimme ich dir 100% zu. Man muss selbst die Kontrolle haben. Wenn man die Kontrolle abgibt, hat man schon verloren.

  • #5

    Philipp ( Weg zum Reichtum ) (Freitag, 29 Januar 2016 16:32)

    40% finde ich schon sehr gut!
    Ich komme allerdings definitiv nicht über meine aktuellen 20%, da ich noch Azubi bin, Wohnung und meinen Unterhalt selbst finanzieren muss, nach der Ausbildungs siehts dann aber definitiv anders aus!

    Gruß Philipp

  • #6

    Tradely_Nik (Freitag, 29 Januar 2016 19:30)

    Sinnvolle Tipps, bei Fifa muss ich dir aber widersprechen. :-)

    Am ersten Tag gibts häufig gute Konsolen-Bundles, die sich wirklich lohnen. Wenn man eine Konsole besitzt, sieht das anders aus. Ich schaue immer so 1 bis 2 Wochen später auf eBay Kleinanzeigen. Da gibt es so viele, die keine Lust auf das Spiel haben und sogar das Bundle nochmals 50 Euro günstiger verkaufen.

    So ist das mit verdammt vielen Gegenständen. Ein Notebook würde ich aus technischen Gründen niemals gebraucht haben, aber einen Monitor oder Fernseher definitiv. Bei Amazon Warehouse Deals gibts super Angebote für (quasi) neue Artikel.

    Weiterer Super-Spartipp: Ich liebe Markenklamotten, aber von "richtigen" Designern, nicht die gepushte Ware. Im Sale gibt es Leder- oder Winterjacken meistens zum halben Preis. Habe mir erst letzte Woche eine französische Designerjacke für 240 statt 480 Euro geholt. Das ist echte Qualität! Und so viele kaufen sich überteuerte Jacken zum Normalpreis für 150 Euro und die sind teilweise Kunstleder.

    Meine persönlichen Spartipps. :-)

    PS: Beim Onlineshopping IMMER nach Coupons suchen, da gibts für den Newsletter meistens 5 bis 15 % oben drauf! Zusätzlich lohnen sich Cashback-Portale wie Qipu, wenn man sich z. Bsp. ein teures MacBook kauft.

  • #7

    Florian von Finanzdurchblick (Samstag, 30 Januar 2016 09:50)

    Hallo Philipp,

    20% trotz eigener Wohnung ist schon echt gut. Ich wohne noch Zuhause weshalb ich deutlich mehr sparen kann. Mal schauen wie es nach der Ausbildung aussieht, wenn ich ausziehe.

    Gruß

    Florian

  • #8

    Philipp ( Weg zum Reichtum ) (Samstag, 30 Januar 2016 18:00)

    Hi in die Runde :)

    @Florian: ja da kommen auch noch neue Kosten hinzu mit denen man vllt. auch nicht gerade rechnet. Viel Erfolg beim Abschluss der Ausbildung!

    @Tradly Nik: Ja Kleidung ist immer teuer, doch hier spare ich richtig, mein Onkel lebt recht verschwenderisch und holt sich stets neue Dinge, so brauche ich mir weder Jacken noch T-Shirts oder Pullover holen, da er mir die dann immer schenkt. Problematisch ist es leider bei den Schuhen er holt sich pro Jahr ca. 10Paar, aber er hat auch Größe 47, wodurch ich die leider nicht auch noch abstauben kann.

    Grüße Philipp

  • #9

    Michael (Dienstag, 02 Februar 2016 10:08)

    Hallo Florian,

    schön Einführung über dein Mindeste Sparen und 40% sind schon sehr stattlich! Da sieht man mal wieder, dass es auch ohne großen Verzicht geht und man dabei sogar spaß haben kann ;-).

    Wie machst du es mit den Ausgaben nachdem du dich selber zu erst bezahlt hast? Nutzt du ein Haushaltsbuch?

    Besonders das warten ist ein guter Trick um die "Auslöser" für eine Kaufentscheidung nach hinten zu schieben....das mache ich auch so, aber ich brauche teilweise dann echt Jahre um mich für etwas zu entscheiden (Hände 12 Monate gesucht, Rucksack = 18 Monate)

    @Tradely_Nik: Super Tipps mit dem Coupons, schau ich mir mal näher an.

    Liebe Grüße,
    Michael

  • #10

    Florian von Finanzdurchblick (Mittwoch, 03 Februar 2016 16:55)

    Hallo Michael,

    nein ich habe kein Haushaltsbuch. Mein gespartes Geld kommt in den Wertpapiersparplan bzw. aufs Sparbuch dann werden alle Kosten abgebucht und das Geld was dann noch auf dem Konto ist verteile ich jenachdem nochmal auf andere Sparbücher.

    Aktuell schaffe ich es sehr gut meine Finanzen ohne Haushaltsbuch zu steuern und ich bin auch kein Freund von ständigen Buch führen. Aber demnächst werde ich mal ein paar Monate ein Haushaltsbuch führen um zu schauen, ob es vielleicht noch ein bisschen mehr bringt.

    Viele Grüße

    Florian

  • #11

    Natascha (Donnerstag, 25 Februar 2016 17:04)

    Hallo Florian,

    sehr schön dargelegt, vielen Dank!
    Was mir hilft meine Sparrate auf momentan ca. 38% zu heben, sind Limits. Ich führe ein Haushaltsbuch und habe mir für jeden einzelnen Posten ein monatliches Limit gesetzt. Bspw. 60 Euro für auswärts essen. Für Kleidung habe ich in diesem Jahr ganze 0 Euro eingeplant... Mal sehen, ob das klappt :)

    Viele Grüße
    Natascha

  • #12

    Florian von Finanzdurchblick (Samstag, 27 Februar 2016 18:16)

    Hallo Natascha,

    ja das ist auch ein guter Tipp. Ich wünsche dir viel Erfolg für dieses Jahr :)

    Viele Grüße
    Florian

  • #13

    Miss Money (Sonntag, 20 August 2017 15:09)

    Lieber Florian,

    vielen lieben Dank für Deinen interessanten, ausführlichen Artikel.

    Eine hohe monatliche Sparrate führt auch dazu, sich monatlich "arm" zu rechnen und somit vermeidet man unnötige Konsumausgaben. Denn diese machen einem nachgewiesener Maßen nur maximal drei Monate glücklich.
    Es macht auch aus meiner Sicht absolut Sinn, wie im Artikel beschrieben, bei einer Erhöhung der monatlichen Einnahmen, die Sparrate umgehend anzupassen.

    Liebe Grüße

    Miss Money