Vier Wege dein Einkommen zu erhöhen

Bevor wir uns ab der nächsten Lektion mit dem Zahnrad „Ausgaben“ beschäftigen, zeige ich dir heute die verschiedenen Möglichkeiten, dein Einkommen zu steigern. Wie immer, ist alles kein „Muss“ und es liegt an dir, deinen passenden Weg zu finden, was du aus all den unterschiedlichen Informationen, die ich dir gebe, machen möchtest.


Wenn du denken solltest, dass du mit deiner Arbeit und deinem Einkommen vollkommen zufrieden bist, dann freut mich das für dich, und du solltest in diesem Fall auch nicht das Gefühl haben, dass du etwas verpasst, nur weil du nicht nach Wegen suchst, mehr Einkommen zu generieren. Anders ist das natürlich, wenn du mit deiner aktuellen Situation nicht so zufrieden bist ... Aber fangen wir nun an, die verschiedenen Wege der Einkommenssteigerung zu erkunden.

Beruflicher Aufstieg

Dies ist natürlich der offensichtlichste Weg, den jeder von euch zu einem gewissen Teil verfolgen sollte. Das Motto ist ganz einfach: Häng dich rein! Da du sowieso jeden Tag ca. acht Stunden mit der Arbeit verbringst, ist es nur einleuchtend, in dieser Zeit auch den maximalen Einsatz zu zeigen. Dies habe ich schon in der Schule so gemacht.


Einmal abgesehen von den besseren Leistungen, die man auf diese Weise erzielt, ist das Beste an dieser Haltung, dass du viel mehr Spaß an deiner Arbeit hast und die Zeit auch viel schneller vergeht, ja gerade sogar vorbeifliegt.

Ich finde es immer richtig schade, wenn man Leuten bei der Arbeit begegnet, die einfach absolut unzufrieden sind und nur noch dort erscheinen, um ihre Zeit abzusitzen. Kennst du auch solche Mitarbeiter?


Ob du über deine acht Stunden hinaus auch noch für deinen Arbeitgeber fleißig schaffen willst, um dadurch bessere Karrierechancen zu haben, musst du selbst entscheiden. Dazu solltest du dir einfach folgende Frage realistisch beantworten: Wird meine Karriere einen solchen Aufschwung dadurch erfahren, dass es die Zeit wert ist? Wenn du natürlich leidenschaftlich gern deiner Arbeit nachgehst, stellt sich so eine Frage überhaupt nicht. Dann ist nämlich Arbeiten eine Art Hobby, wovon du gerne mehr machst, als man muss!

Der „Knochenweg“

Mit dem „Knochenweg“ meine ich den klassischen 450 €-Nebenjob. Dies ist die einfachste und schnellste Möglichkeit, dein Einkommen zu erhöhen. Dabei gehst du einen zusätzlichen Zeit-Geld-Handel ein. Du opferst einen Teil deiner Freizeit, um am Ende des Monats dann mehr Geld zu haben.


Wenn du so etwas machen möchtest, dann halte die Augen und Ohren offen und such dir einfach einen Job, der dir zeitlich und auch vom Interesse her am besten passt. Dies kann das klassische Zeitungsaustragen, Nachhilfe oder z.B. ein Job in der Disco sein. Meist findest du etwas Passendes im Stellenmarkt in der Regionalzeitung oder einfach im Internet. Dabei liegt der Stundenlohn meist deutlich geringer als in deinem Hauptjob.


Wenn du einen Nebenjob machen willst, musst du klären, ob du eine Genehmigung von deinem Arbeitgeber dafür brauchst. Falls ja, stell bei deinem Chef einen Antrag dafür, damit du keine rechtlichen Schwierigkeiten mit deinem Arbeitgeber bekommst.

Der Bildungsweg

Vielleicht denkst du ab und an, wenn du von der Arbeit nach Hause fährst, dass das für die nächsten Jahrzehnte nicht alles sein kann! Wenn du auch noch eine Idee von einem Traumberuf versteckt in dir trägst bzw. dir eine realistische berufliche Alternative (reicht auch schon aus ;) vorstellen kannst, dann wäre dieser Weg etwas für dich! Es ist in diesem Falle auch völlig egal, wie lang und steinig dein Weg zu sein scheint – es lohnt sich alle Male, so ein Ziel zu verfolgen! Man lebt schließlich nur einmal, und wie lautet ein passendes Sprichwort dazu: „Man bereut nicht die Dinge, die man getan hat, sondern die Dinge, die man nicht getan hat“.


Aber Vorsicht: Informiere dich auf alle Fälle gründlich über deinen zukünftigen Wunschberuf, wenn möglich auch durch ein Praktikum, nicht dass du nach vielen Jahren Schule, Studium oder einer anderen Weiterbildung feststellen musst, dass es doch nicht das Richtige für dich ist. Falls du wirklich diesen Weg gehen willst, wünsche ich dir alles, alles Gute dabei.


Ich habe immer höchsten Respekt vor Leuten, wenn sie erzählen, dass sie neben ihrem ersten Beruf auf dem sekundären Bildungsweg dieses und jenes erreicht haben. Respekt hab ich dabei vor allem vor dem Mut zur Veränderung und auch vor der Ausdauer, die ein solcher Schritt erfordert!

Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit

In der letzten Lektion hast du ja sehen können, dass Arbeitslosigkeit DER Hauptgrund für Überschuldung darstellt. Doch wie lässt sich Arbeitslosigkeit vermeiden? Die Wissenschaft nennt hauptsächlich EINE wichtige Eigenschaft, um das Risiko zu reduzieren. Um so höher der Bildungsabschluss, um so weniger muss man die Arbeitslosigkeit fürchten (Quelle 1). Außerdem geht ein höherer Bildungsabschluss im Schnitt mit einem höheren Einkommen einher. Dazu habe dir folgendes Diagramm mitgebracht


Quelle: Compensation- Online, Gehaltsbiografien 2014, S11, Februar 2014


Und wer ein höheres Einkommen hat, kann potentiell auch mehr Kapital aufbauen – und da schließt sich der Kreis wieder, weil ein höheres Kapital auch automatisch zu mehr Sicherheit vor Überschuldung führt. Daher ist Bildung gerade in den jungen Lebensjahren das Allerwichtigste, sogar weit wichtiger als Finanzbildung!

Der Leidenschaftsweg

 

Genau dieser Weg ist es, den ich mit meinem Blog hier verfolge. Es geht schlichtweg darum, aus deiner Leidenschaft heraus oder mit einem bestimmten Ziel vor Augen einfach loszulegen und auszuprobieren, was sich daraus entwickeln lässt. Du „brennst“ einfach für etwas, und es ist mehr ein Hobby für dich, daran zu arbeiten als ein „Muss“. Ein höheres Einkommen zu erreichen steht dann nicht mehr im Vordergrund, vielmehr ist Geld eher das „I-Tüpfelchen“ auf der Sache.

 

Natürlich muss man nicht immer gleich ein Unternehmen starten, es geht auch anders. Mein Bruder, ein leidenschaftlicher Fußballer, hat neben der Schule und der Ausbildung einfach nebenher einen Job mit ein paar Wochenstunden als Fußballtrainer für eine Gruppe von Schulkindern übernommen. Diesen Jungs im Alter von ungefähr zehn Jahren etwas vom Fußballspielen beizubringen und auf diese Weise zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beizutragen sowie dabei noch die Wertschätzung von deren Eltern zu erfahren – all diese Dinge waren Bezahlung genug; der materielle Verdienst war da nur sekundär.

 

Wenn du also auch für etwas brennen solltest oder einfach mal ein Unternehmen starten möchtest, dann trau dich einfach. An sich gibt es nichts zu verlieren, da du deinen Leidenschaftsweg sicher neben deinem Hauptberuf heraus starten kannst. So besteht dein einziges finanzielles Risiko u.U. in den Investitionskosten, die eventuell für dein Projekt anfallen.

Was tun mit mehr Geld?

Falls du einen dieser Wege erfolgreich einschlägst oder auch einfach so eine Gehaltserhöhung bekommst, stellt sich zwangsläufig die Frage, was du mit dem Mehr an Geld tun wirst. Generell gibt es wie immer zwei Möglichkeiten – entweder verkonsumieren oder es sparen und investieren. Da gibt es keine pauschale Lösung. Wie viel Prozent unter welche Kategorie fällt, musst du ganz für dich allein entscheiden. Gehst du den „Knochenweg“, dann würde ich dir tendenziell dazu raten, mehr anzusparen, weil du ja zusätzlich arbeitest, um dir ein bestimmtes langfristiges finanzielles Ziel schneller zu ermöglichen. Beim Leidenschaftsweg würde ich persönlich mehr konsumieren – quasi als Belohnung dafür, dass man es gewagt hat, mit seiner Leidenschaft ein Business aufzubauen!

Get it done!

Na – vielleicht ist ja der eine oder andere Weg etwas für dich. Wenn ja, dann behalte diesen Gedanken im Kopf und fang damit an, dich beruflich weiter- bzw. nach vorn zu entwickeln. So ein Prozess entwickelt sich meist jedoch nur langsam, und es braucht Zeit bis zu einer definitiven Entscheidung, einen dieser Wege einzuschlagen, viele kleine Gedanken und verschiedene „Inputs“, bis sich eine reife Idee daraus entwickelt. Daher ist es immer wichtig, offen durch die Welt zu gehen. Dies klappt am besten, indem man stets im Kopf fit bleibt und bereit ist, Neues aufzunehmen, so z.B. durch Zeitungs- und Bücherlesen oder durch das Anschauen von Dokumentationen!

Der letzte Absatz ist natürlich nicht auf den Knochenweg bezogen ;). Dort kannst du bei Interesse gleich sofort starten.

Quelle 1: Focus Online; http://www.focus.de/finanzen/karriere/diverses/arbeitsmarkt_aid_115588.html; abgerufen am 6.10.15:

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